Biographie

Vera Isler-Leiner ist 1931 in Berlin geboren. Ihr polnischer Vater Heinz
Leiner und ihre ungarische Mutter Louise Leiner-Reichmann schickten
sie 1936 zur Sicherheit in die Schweiz. Ihre Eltern wurden 1942 in
Belzec ermordet.
Ihre Schulzeit verbrachte sie zwischen 1938 - 1949 in Teufen und
Trogen, Appenzell, Schweiz.
Am Universitätsspital in Bern wurde sie als med.technische Laborantin
ausgebildet
1953: Geburt ihrer Tochter Franziska
Sie arbeitete wissenschaftlich im Schweizerischen National Fond.
Daneben ging sie ihren künstlerischen Ambitionen nach:
Schauspielern, Filmen, TV-Moderieren und sie kreierte Objekte in
unterschiedlichen Materialien.
1963: Geburt ihrer Tochter Katharina
Nach diesem Zeitpunkt begann für Vera Isler-Leiner die aktive,
bildnerische Arbeit. Sie stellte in vielen Gruppen - und Einzel -
Ausstellungen aus und beteiligte sich an Wettbewerben.
Während eines 6-monatigen USA-Aufenthaltes im Jahre 1980
beschränkte sie sich mehr und mehr auf den fotografischen Bereich.
Sie benützte ihre Kamera wie einen Bleistift. Ihre unersättliche
Neugierde führte sie zu Menschen, sie konzentrierte sich auf
Gesichter. Sie bereiste Europa, Sibirien, Japan, China, Australien.
Konsequent spürte sie den Menschen in seiner Umgebung auf, so
entstanden "face to face" Begegnungen.
Verschiedene Preise und Auszeichnungen begleiteten ihre
künstlerische Karriere, die die Qualität und Orginalität ihrer Arbeiten
ehrten.
Ab 1981 bezogen sich ihre Aktivitäten auf Fotoreports in Bezug zu
Kunst/Künstler, Architektur/Kunst. Ihre Arbeiten wurden in
international bekannten Magazinen und Zeitschriften publiziert. Und
es entstanden verschiedene Fotobücher mit Schwerpunkt Porträts.
1986 erregte das Fotobuch "Schaut uns an" (Porträts von über 80ig
Jährigen) Aufsehen und Provokation. Der Bestseller bestätigte ihre
Reputation als Fotografin in der Schweiz und weltweit.
Vera Isler-Leiner ist verheiratet mit Manuel Isler, einem Journalist en
und teilt ihre Zeit ein zwischen ihrem Heim in Bottmingen in der Nähe
von Basel, Nizza und New York.

Biographie (gekürzt)
1931 - Geboren in Berlin als Vera Sulamith Leiner
1936 - Emigration in die Schweiz
1938/49 - Schulen in Teufen/Trogen, Gymnasium App. Schweiz
1942 - Die Eltern wurden in Belzec ermordet
1949 - Lehre als med. tech. Laborantin, Universitätsspital
1950/62 - Forschungsarbeiten - Nationalfond und Chem.Industrie
Auslandreisen, Auseinandersetzung mit Kunst
1963/68 - "Traum-Zeiten", textile Arbeiten
1968/78 - "Programmierungen", Relief, Objekte
1978/84 - "Chromos-omen", DNA-Story, Bleischriftbilder
1964/86 - Preise und Aufträge:
Textile Wandinstallation, Zürich;
Betonrelief in Schwimmhalle, Basel;
Wandfresco in Sporthalle, Basel, etc.
1980 - Ein Jahr Aufenthalt in New York und L.A.
Konzentration auf Fotografie
Porträt, Kunst, Architektur, Dokumentation
1982 - Bildband "Kunst der Verweigerung"*,
AJZ-Autonome Jungendzentren
1986 - Bildband "Schaut uns an"*,
Porträts von Menschen über 80ig.
1987 - Bildband "Mäss auf dem Petersplatz"
1988 - Bildband "Spitzen-Plätze"*, (Porträts der Schweizer Elite)
1992 - Bildband "Rollenwechsel", Fotografenporträts
1992 - Bildband "Face to Face", Künstlerporträts
1995 - Bildband "Mario Botta, Bank am Aeschenplatz Basel"*
1998 - Erkrankung an Mastectomie
2000 - heute Videofilme, Videostills und Fotografie
Solo - Ausstellungen:
Textile Arbeiten
Galerie Läubli, CH-Zürich 1967
Galerie Felix Handschin, CH-Basel 1968
Hamburger Künstlerklub "Die Insel", D-Hamburg, 1968
Kunstamt Tiergarten von Berlin, D-Berlin, 1969
Galerie Verena Müller, CH-Bern, 1970
Galerie Nelly L'éplattenier; CH-Chaux de Fonds, 1970
Relief, Objekte, Genetik
Galerie Charles Lienhard, CH-Basel, 1971
Galerie Susanne Bollag, CH-Zürich, 1971
Galerie Trudelhaus, CH-Baden, 1972
Galerie Nelly L'éplattenier; CH-Chaux de Fonds, 1972
Galleria Sincron, J-Brescia, 1973
Galerie Brambach, CH-Basel, 1975
Galerie Riehentor, Trudel Bruckner, 1976
Galerie Nelly L'éplattenier, 1976
Galerie am Fischmarkt, CH-Liestal, 1977
Nova Art, CH Zürich, 1977
Galerie Media Zofingen, "Genetik" Blei-Schreib-Objekte 1983
Galerie Schindler Bern, "Genetik" Blei-Schreib-Objekte 1984
Fotoarbeiten ab 1980
Galerie Nikon, Zürich und Galerie photo art, Basel "Gay in USA", 1981
Theater am Turm, D-Frankfurt, AJZ-"Kunst der Verweigerung", 1982
Galerie Zur Stockeregg, Zürich "Menschen über 80", 1986
Galerie Siegert, Basel "Menschen", 1991
Galerie Scalo, Zürich, "Rollenwechsel", 1992
Face to Face, Swiss Institute, US-New York, 1992
Face to Face, Musée d'Art Moderne de Nice/France, 1992
Face to Face, Kunsthalle A-Wien, 1992
Galerie Scalo, Zürich, "Rollenwechsel", 1992
Historisches Archiv D-Köln, "Rollenwechsel", 1992
Musée de l'Elysée, CH-Lausanne, "Rollenwechsel", 1993
FNAC, F-Paris "Rollenwechsel", 1993
Face to Face, Palazzo delle Esposizione Rome,Italy, 1994
Face to Face, 25.ART - Basel, Switzerland, 1994
Face to Face, Galerie Raab, D-Berlin, 1995
Face to Face, Kasseler Kunstverein Fridericianum, D-Kassel, 1995
Museum der Kulturen, CH-Basel, "Peking/Hongkong" Installation,
1996
Galerie Siegert, Basel, "Peking/Hongkong", 1996
Bank Austria, A-Wien, "Peking/Hongkong" Installation, 1997
Galerie Atrium ed Arte, S. Grossmann, A-Wien, "Peking/Hongkong",
1997
Face to Face, Galerie Arte Giani, D-Frankfurt, 1998
Face to Face, Fotoforum St.Gallen, Switzerland, 1998
Autobiographie "Auch ich". 2000
Haus am Lützowplatz, D-Berlin, "Busen und das goldene Kalb" Foto
Installation und Buchvernissage "Auch Ich", 2000
Atrium ed Arte, A-Wien, "Busen und das goldene Kalb" Foto
Installation und "Auch Ich" Lesung, 2001
Galerie René Steiner, CH-Erlach, "Timecode", 2002 (Retropektive)
GRUPPENAUSTELLUNGEN von 1963 - heute
Auswahl ab 2006:
Oxyd,"Beauty and Artificial" CH-Winterthur
Künstlerhaus S11 "Geburt" CH-Solothurn
Atrium ed Arte,"UND", A-Wien
Klingental "Unter 2000". Basel
2007: SGBK, "Frauenschreibbilder", Thalwil
Seit 2000 Video Filme
© Vera Isler-Leiner, Regie, Kamera, Schnitt
"Erste Museumsnacht in Basel", 2001, PAL 14'30"
"USA - IRAQ", Demonstration in Manhattan, März 2003, PAL
13'30". Mehr als 200'000 New Yorker marschierten...
"Where are the ashes of my parents", 2003, PAL 29'"
(Polen: Auschwitz-Birkenau - Belzec, Spurensuche)
"Spielzeugfreier Kindergarten", in Basel, Jan. - April 2004,
PAL 77'. Leere Hände... und trotzdem viel Spass
"The Gates", Christo's Installation im Central Park, New York
February 2005, DVD and VHS 16'19"
"Ein Tag im Studio von Donald Baechler
Künstler in Chelsea, New York, 2005, DVD 12' 30"
"Bits and Pieces", 42nd Street in Manhattan, 2003, PAL 44' gekürzte
Version 29', 2004. Das Befinden der "berühmt, berüchtigten Sex-
Street" nach Bürgermeister Giuliani's Säuberung in New York.
Installation 2004
42nd Street Installation mit Video Art Basel 2004 in ArtHouse@N21
VIDEOFILM, kurze Version 28 Min. und lange Version 44 Min.
VERA ISLER drehte ihr Video "Bits and Pieces" an der 42. Strasse
in New York. Dieses kleine Gebiet Manhattan's um den Times
Square herum war während Jahren bekannt als "red ligth district",
als eigentliche Sex-Meile mit Peepshows, Bordellen und
Pornokinos. Der Besen des ehemaligen Bürgermeisters von New
York, Rudolph Giuliani "reinigte" die 42th Strasse.
Sie zeigt sich jetzt von ihrer besten Seite: Sauber, clean, doch im
Untergrund bewegt sich etwas....Anderes. Unterschwellig, in off-
off-Broadway Performances ist Sex-life nicht einfach
"wegzuwischen". Vera Isler ging mit ihrer Videokamera auf
Spurensuche in der sich wandelnden Strasse. Die Künstlerin fand
Strassenaktionen, Performances und das Wachsfigurenkabinett.
Sie lieferte nicht nur eine Dokumentation der
Strassenatmosphäre, sondern auch eine Geschichte dieses
Mikrokosmos. Künstliches, Werbegags und Reales zeigt sie im
Kontrast.
Die vier Stills zeigen Ausschnitte des Videos, wie sich die 42.
Strasse bei Tage harmlos präsentiert. - Marion Wild










Vera Isler erhält Aufträge und Preise, zusätzlich nimmt sie an
"Talkshows", Interviews am Radio und Fernsehn teil, und hält
Lesungen über ihr Buch "Auch Ich".
Vera bereitet die Ausstellung
"Face to Face" im Palazzo delle
Esposizioni vor, Rom 1994